Bio

Geboren in Offenburg und aufgewachsen in einer Arbeiter- und Bauernfamilie in Ebersweier (Ortenau/Baden/Deutschland im Süden/Schwarzwald), einem 1000-Seelendorf mit 800 jähriger Geschichte und dem kompletten Abriß der Gesellschaftsschichten en miniature in den 70er Jahren.
Da gab es den Dorfpfarrer, der wichtig und heilig, es mit dem Zölibat der katholischen Kirche nicht so ernst nahm und auch Ministranten ein wenig schräg an das alte Testament heranführte.

Gastronomie: Krone, Kaiser und Kreuz mit Namen und ebenso Namen, die Leitpfosten der dörflichen Gemeinschaft bedeuten. In Durbach heißen die Gastro-Namen Traube, Bären, Linde, Rebstock etc. und nicht Feudalismus und Papsttum. 😉

Da gab es die Vereine, die prägend waren, wie der allzeit dominierende Fußballverein, Tischtennis-, Musik-, Radsportverein. Das war die Welt.

Da gab es die KJG (Katholische Jugend Gruppe) in der sich getroffen und Balsaholzflieger (der kleine Uhu) gebastelt wurden.
In all dem Katholizismus oder gerade deswegen, nimmt es Wunder, dass ich vom heiligen Geist nicht empfangen wurde und zeitlebens mit jedweder Religion nichts anfangen konnte.

Wie für die meisten jungen Menschen ist die Kindheit und Jugend im ländlichen Raum schon auch sehr angenehm, wenn auch, aber da darf der Therapeut ran, vielleicht.
Es war das selbstverständliche Leben dreier Generationen in einem alten Haus, geprägt von Spannungen und ständig unterschwelliger Unzufriedenheit. Und auch viel Glück. Glück mit ein paar persönlichen Highlights in der Verwandschaft. Glück mit unseren Nachbarn den Morgentalers im Haus nebenan.

Mit 17 Jahren wollte ich dann in die Welt und der erste Schritt führte in die nahe Stadt Offenburg, wo auch meine Schule stand. Die erste Arbeit als Kellner in der Trattoria Vesuvio, eigenen Wohnung und Kino, Bücher und Tramper-Reisen. Der Beginn eines autonomen Hippie-Trails mit Südamerika und Goa. Doch das ist eine andere Geschichte.


wird fortgesetzt>>